Frieden in Zeiten des Umbruchs

 

Da steht er, unser wunderbarer Friedenspfahl, als Symbol für den großen Wunsch, dass Frieden auf Erden möglich wird.

Einer von über 250000 Stück weltweit, verteilt an strategisch wichtigen Stellen, wie Akupunkturnadeln des Friedens. Man findet sie in Gizeh bei den Pyramiden, in Ankhor Wat, Hiroshima, New York, im Gorki Park in Moskau, in Hamburg im Stadtpark, in Wedel beim Willkommhöft.... und bei uns im Garten des Zentrums. Man kann ihn vom Gruppenraum aus gut sehen, sodass die Teilnehmer an unseren im Zentrum des Beginenhofs Nordhastedt stattfindenden Friedensmeditationen zum Vollmond direkten Ausblick haben auf ihn.

Während der Vollmond-Friedensmeditationen spüren wir immer unglaublich intensiv das umfassende Feld des Friedens und des harmonischen Miteinanders, die Liebe und die tiefe Verbundenheit im Geiste mit den vielen Friedensarbeitern und spirituellen Menschen weltweit. Es ist erstaunlich, dass bereits ein so (!!) mächtiges Friedensfeld die Erde überschattet, doch die sichtbaren Auswirkungen ausbleiben. Die Frage, wie das möglich ist, beschäftigt uns im Phoenix-Netzwerk gerade sehr!

 

Harmonie durch Konflikt

Auf die Frage, ob Frieden auf der Erde in diesen Zeiten wirklich möglich ist, kann man nur schwer Antworten geben. Denn für dieses alte Zeitalter, das gerade langsam ausläuft, lautet die schöpferische Überschrift »Harmonie durch Konflikt«, was sowohl Thema als auch Lösungsansatz für den Zeitalterwechsel ist. Momentan erleben wir sehr viel Konflikt, doch wenn wir Lösungsorientiertheit dem Kampf und dem Widerstand voranstellen, können wir den Frieden erarbeiten. Denn geschenkt wird er uns nicht!

Wie schon die Aussage »Harmonie durch Konflikt« unzweifelhaft verdeutlicht, muss der Konflikt, der uns aufgebürdet wird und den wir oft auch selbst auslösen, bewältigt werden. Innerhalb der Krisen müssen Lösungsansätze und neue Vorgehensweisen erarbeitet und umgesetzt werden, um dann den Anfechtungen der alten Energien standhalten zu können. Dazu gehört das Erschaffen neuer Lebenswerte, und die Verweigerung, dem alten und schädlichen Verhalten weiter folgen zu wollen.

Die Vergangenheit rechnet einerseits durch ihre karmischen Wirkungen ab mit der Menschheit, sie will andererseits aber auch wiederauferstehen, sodass vor allem im zivilen Bereich der größte Kampf tobt zwischen dem Alten und dem Neuen. Also ein zutiefst schöpferischer Prozess der Kräfte, an dem wir mitwirken müssen, um in ein neues Zeitalter aufbrechen zu können. Der globale »Hüter der Schwelle« steht massiv und scheinbar übermächtig vor der Menschheit, um sie zu prüfen und herauszufordern, und Reinigung und Wachstum zu erwirken, damit das Alte endgültig abgestreift und zurückgelassen werden kann.

Es ist momentan zwar mit jedem Tag alles angespannter und schwieriger, doch sehe ich in dieser Verschlimmerung die göttliche Aufforderung, hinzusehen und mitzuarbeiten. Wie in der alternativen Medizin, in der die Erstverschlimmerung der Heilung vorangeht. Also grundsätzlich ein positiver Vorgang, der sich nur nicht so schön anfühlt.

Genauso ist es in uns. Frieden, friedliches und nicht verurteilendes Verhalten, positive und zielorientierte Ausrichtung werden uns nicht geschenkt, da unsere irdische Natur im Gegensatz zu unserer Seele nicht so ausgelegt ist. Doch unsere Seele, unser höheres Selbst, verkörpert diese Werte bereits. Sie ist der Grund, in dem Gott wohnt, weshalb wir getrost davon ausgehen dürfen, dass alles, was die irdische Persönlichkeit lernen muss, bereits in der Seele vorhanden ist. Je mehr man also mit den hohen spirituellen Werten, vertreten durch Gebote und spirituelle Regeln/Tugenden in Einklang kommt, desto näher kommt man sich selbst, dem unsterblichen Selbst.

Daher ist die Aufforderung »Harmonie durch Konflikt« nur dann umsetzbar, wenn man das in Einklangbringen der spirituellen und irdischen Ebenen als notwendige Basis aller Aktivitäten zur Verbesserung der Welt voraussetzt, bevor man konkrete Schritte in der Außenwelt einleitet. Jedenfalls gilt das für spirituell gebildete Menschen, und zwar ohne Wenn und Aber....

Anders gesagt: »Passe deine (innerliche, gedachte oder gefühlte) Spiritualität deiner konkreten Lebensführung an, sonst wirst du nichts bewirken können!«

Oder mit den Worten von Mahatma Gandhi ausgedrückt: »Sei du selbst die Veränderung, die du dir wünschst für diese Welt«.

Das umfassende Friedensfeld ist jedenfalls da! Das kann ich bezeugen durch die Erfahrungen innerhalb der Weltfriedensmeditationen am Vollmond. Es scheint lediglich die Erdung zu fehlen, und das könnte ein wichtiger Hinweis sein, woran es mangelt und wo wir ansetzen könnten!

Manuela Schindler
August 2023